Bauprogramm 2012-2013 – Zusammenfassung vom Infoabend am 23.2.2012

Am 23. April geht’s los:

Großbaustelle Freistadt

Mit Hilfe einer ausgeklügelten Strategie wird es keinen Stillstand geben. Freistadt bleibt für Bewohner und Gäste auch in den nächsten Monaten ein lebenswertes und attraktives Zentrum! Mit Blick auf die Landesausstellung 2013 wurde ein Bau- und Sanierungsprogramm beschlossen, das es in derartigem Umfang seit vielen Jahren nicht mehr gegeben hat. Wobei die Landesschau zwar auslösender Faktor ist, die nachhaltigen Vorteile des ambitionierten Projekts sich aber noch Jahrzehnte lang positiv auf die Stadt auswirken werden.

 

Kernstück Hauptplatz

Größter Brocken, weil ja auch absolutes Kernstück der städtischen „Verschönerungskur“ ist mit Sicherheit der Hauptplatz, der sich bis Ende dieses Jahres in völlig neuer Optik präsentieren wird. Nach einjähriger Testphase wird nun – Schritt für Schritt – der bereits ausgearbeitete Plan umgesetzt. „Der Hauptplatz wird sich künftig als riesiges Trapez präsentieren, auf dem sich alles Leben abspielen wird. Die Gehsteige werden zu fußgängerfreundichen und behindertengerechten, mit Platten belegten „Laufstegen“ verbreitert, wobei sich die Hauseingänge großzügig öffnen und auch genug Platz für die, ebenfalls vorgesehenen „Insel“ bleibt, die von der Stadtplatzgastronomie als sommerliche Schanigärten genutzt werden können“, freut sich Bürgermeister Christian Jachs bereits jetzt auf das neue Erscheinungsbild.

Statt der bislang 86 wird es auf dem Hauptplatz künftig neunzig, großzügig bemessene Parkplätze mit einer Breite von 2,70 Metern geben. Einer Breite also, wie man sie in Freistadt sonst nicht vorfindet. Ihre Anordnung bleibt allerdings, wie bereits im Probebetrieb getestet, senkrecht.

Zudem soll der Hauptplatz durch zusätzliche „Möblierungen“ noch mehr an Charme gewinnen. Beispielsweise durch gemütliche Sitz- und Liegemöbel, wie man sie vor dem Wiener Museumsquartier findet, durch eine kleine, unter Umständen sogar ganzjährig bewirtschaftete Ausschank in Form einer Freister Bierkiste, weiters durch zwei modern gestylte, rotierende und nachts beleuchtete Litfasssäulen, die die unzähligen Plakatständer ersetzen werden, die das Stadtbild immer wieder verunziert haben. Geplant ist neben einer kleinen Info-Station sogar ein öffentlicher Internet-Zugang, der vor allem die Jugend noch mehr als bisher ins Freistädter Stadtzentrum locken soll.

„Hinsichtlich der aufwändigen Bepflasterung haben wir in Kooperation mit einem heimischen Fachunternehmen eine recht sinnvolle Lösung gefunden, die auch die Kosten bestmöglich im Rahmen hält“, zeigt sich der Freistädter Bürgermeister zufrieden. „Die Gemeinde wird Material und Leistungen des Bauhofs einbringen, die Professionisten ihr wertvolles Know-how!“

 

Bauzeitplan Sanierung Innenstadt Freistadt 2012
Bauzeitplan Sanierung Innenstadt Freistadt 2012

 

Alte Häuser, neue Kleider

Auf erfreulich starkes Interesse der Hausbesitzer ist auch die, bereits im Vorjahr ausgeschriebene „Fassadenaktion“ gestoßen. Gegenwärtig werden 44 Objekte von einem Restaurator begutachtet und in der Folge für eine geförderte Verschönerung empfohlen.

Saniert und verschönert wird aber nicht nur über, sondern auch unter der Erde. Waaggasse, Heiligengeistgasse, Rathausgasse und Samtgasse erhalten neue Kanal-, Wasser-, Fernwärme- und Stromanschlüsse, damit werden die historischen Altstadthäuser wiederum für Jahrzehnte aufgewertet. In Summe sind davon 110 Haushalte, also knapp ein Drittel der Altstadtwohnungen betroffen.

 

Genug Parkplätze in Zentrumsnähe

Ein immer wieder aktuelles Problem der Freistädter Altstadt war bislang der Mangel an zentrumsnahen Parkplätzen. Auch dieser Mangel soll heuer behoben werden. Und zwar durch einen neuen Großparkplatz im Lederertal, dessen fast 120 Abstellflächen den Anrainern, Stadtbewohnern sowie Beschäftigten im Stadtzentrum vorbehalten bleiben wird. Vor allem deswegen, weil man unnötigen Verkehrsstau auf der doch recht schmalen Zufahrtsstraße entlang der Promenade vermeiden will.

Ändern werden sich, voraussichtlich mit Anfang Oktober dieses Jahres, auch die gewohnten Parkgepflogenheiten in der Stadt. Die Parkdauer soll dann generell mit neunzig Minuten limitiert werden. Womit sich wiederum die Tiefgarage beim Gymnasium als kostengünstige Variante für Längerparker anbietet.

Mit den Parkplätzen vor der Bezirkshauptmannschaft, beim Kloster, auf dem alten Tennisplatz, beim Marianum und in der Froschau werden dann in Summe rund 900 Abstellplätze zur Verfügung stehen, mit denen auch in den kommenden Jahren bequem das Auslangen gefunden wird.

Weitere Sanierungsarbeiten, etwa ein ampelgeregelter Fußgängerübergang bei der Brauereikreuzung, ein eigener Busparkplatz auf dem Brauereigelände, sowie neue Parkplätze auf dem Stieranger, eine umfangreiche Verschönerungskur für das Freistädter Messebüro samt Rekultivierung des angrenzenden Areals stehen ebenfalls auf dem Programm.

 

Die Summe vieler Ideen

Dem gewaltigen Bauboom an allen Ecken und Enden der Stadt ist natürlich eine Menge Vorplanung und die Arbeit vieler Beteiligter vorausgegangen. Schon im Mai wurde der Aktionsplan „Altstadtbelebung“ im Kern beschlossen, seither waren mehrere Arbeitsgruppen damit beschäftigt, auch die Details auszuarbeiten. „In Summe haben alle an einem Strang gezogen, um das große Projekt, das nicht nur auf die Landesausstellung, sondern in erster Linie auf die Zukunft der Stadt ausgerichtet ist, entsprechend umzusetzen. Wir werden den Organisatoren der Landesausstellung Ende dieses Jahres ein städtisches Kleinod übergeben können, wie das bislang selten der Fall war“, ist Bürgermeister Christian Jachs völlig zu Recht stolz auf den harmonischen Ablauf auch der politischen Entscheidungsfindungen.

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