Mehr Sonnenenergie für die Freistädter Innenstadt

Nach dem Gipfel in Freistadt: positive Signale vom Denkmalamt

Miteinander reden und Klarheit schaffen! Das war das Ziel das Gipfelgesprächs zwischen Bundesdenkmalamt und Stadtgemeinde Freistadt. “Es ist uns gelungen, die Blockade zu lösen. Vom Denkmalamt kommen positive Signale”, zeigt sich Bürgermeister Christian Jachs durchaus zufrieden mit dem runden Tisch am vergangenen Freitag.

Konkret geht es darum, dass die Denkmalschützer die Anbringung von Solaranlagen auf den Freistädter Altstadtdächern generell untersagt haben und damit vielen Altstadtbewohnern die Möglichkeit nahmen, auf zeitgemäße, umweltfreundliche Energieträger umzusteigen.

Dass hier enormes Interesse herrscht, hat erst kürzlich die Aktion des ehemaligen Poly-Direktors Hans Käferböck bewiesen. Sein Ansuchen, auf dem Dach seines Altstadthauses eine Solaranlage errichten zu dürfen, wurde vom Denkmalamt kurzerhand abgelehnt. “Nur weil von irgendeinem, weit entfernten Punkt die Freistädter Dachlandschaft als komplettes Ensemble zu erkennen ist, auf umweltfreundliche Energie zu verzichten, das kann es wirklich nicht sein”, so der Pädagoge, der auf Anhieb gut sechzig Altstadtbewohner fand, die vor den gleichen Problemen standen.

Die Stadtgemeinde hat ebenfalls erfreulich schnell auf dieses Problem reagiert und auf ein Gespräch mit den Denkmalschützern bestanden. Dazu Bürgermeister Christian Jachs: “Die Vogelperspektive der Stadt kann nicht das Maß aller Dinge sein. Die Sichtbarkeit von Solarmodulen wird künftig von Straßenniveau aus beurteilt. Damit haben maßgeschneiderte Anlagen eine gute Perspektive.”

Die kürzlich über die Bühne gegangenen Verhandlungen haben durchaus Positives erbracht, das Denkmalamt hat sein Generalverbot in vielen Fällen abgeschwächt. Künftig sollen alle beantragten Solaranlagen in der Altstadtkommission beraten werden. Und zwar nach genau festgelegten Standards, für die es eigene Merkblätter geben wird. Die Entscheidungen werden also transparenter als früher ausfallen und in direktem Gespräch mit den Hausbesitzern fallen.

Die wichtigsten Kernpunkte:

  • Für Anlagen auf Altstadtdächern dürfen nur entspiegelte Paneele verwendet werden.
  • Die Kollektoren müssen farblich auf den Dachuntergrund abgestimmt und neuester Bauart sein.
  • “Aufständerungen” sind nach Möglichkeit zu vermeiden.
  • Forciert wird die Anbringung in Innenhöfen und auf nicht einsehbaren Dachflächen

Fix ist zudem, dass die einzelnen Verfahren nicht mehr endlos in die Länge gezogen werden.

Wer um die Montage einer Solaranlage ansucht, soll schnell Klarheit darüber haben, ob dies möglich ist, oder nicht.

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