SPÖ Verteidigungsminister Klug will Kaserne schließen

Die Nachricht aus Wien über die mögliche Schließung der Kaserne Freistadt ist schmerzlich. Persönlich und als Bürgermeister habe ich dafür überhaupt kein Verständnis!

Das sieht auch der gesamte Gemeinderat von Freistadt so, der im April eine Resolution zur Erhaltung der Kaserne einstimmig beschlossen hat, nachdem der oberösterreichische Militärkommandant Kurt Raffetseder beim Streitkräfteführungskommando bereits die Schließung der Tilly-Kaserne in Freistadt beantragt hatte.

In den vergangenen Jahrzehnten wurde in der Kaserne sehr gut gearbeitet, ich bin davon überzeugt, dass die Ausbildung auch in Zukunft gut funktionieren würde.

Bgm. Mag. Christian Jachs

Sollte es tatsächlich zur Schließung kommen, ist es wichtig, dass das Ministerium alle Mitarbeiter und Bediensteten schnellst möglich informiert, denn sie haben das Recht zu erfahren, wie es mit ihrer Zukunft weitergeht. Zudem soll Minister Klug bekannt geben, wann die Übersiedlung nach Hörsching beginnen wird.

Tilly-Kaserne Freistadt
Tilly-Kaserne Freistadt

Ich appelliere im Falle einer Kasernenschließung außerdem an den Minister, die Kaserne der Stadtgemeinde Freistadt zum Kauf anzubieten. Denn das 4 ha große Areal ist ein Herzstück der Stadt. Wir wollen keinesfalls, dass sich dort Spekulanten oder Immobilienhaie breit machen, sondern für die Freistädter Bevölkerung und die gesamte Region eine gute Lösung im Sinne einer vernünftigen Stadtentwicklung finden. Da die Stadt das Grundstück vor 80 Jahren dem Bund zur Verfügung gestellt hat, erwarte ich nun, dass das Areal wieder an die Gemeinde zurückgeht.

Weiters appelliere ich an alle, die mögliche Schließung der Tilly-Kaserne nicht für parteipolitischen Hickhack zu missbrauchen. Einseitige Schuldzuweisungen an Landeshauptmann Pühringer und die Stadtgemeinde gehen ins Leere. Die Schließung hat ausschließlich Verteidigungsminister Klug zu verantworten. Das alles ist sehr bedauerlich, aber jetzt geht es darum, das Beste für Freistadt daraus zu machen. Die Sache ist viel zu ernst, als dass man sie für parteipolitische Manöver missbrauchen sollte.

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  1. Christoph Heumader

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