An Freistadt führt nun ein Weg vorbei

Auf der größten Baustelle Mitteleuropas geht es zackig voran. Nach nur drei Jahren Bauzeit wurde die Umfahrung für Freistadt – ein wichtiger Abschnitt der S 10 Mühlviertler Schnellstraße – eröffnet. 142 Millionen Euro hat die ASFINAG in den Bau des sechs Kilometer langen und bisher nördlichsten Abschnitt der S 10 investiert.

Die Umfahrung zwischen den Anschlussstellen Freistadt Süd und Nord entlastet enorm den Durchzugsverkehr: Prognosen zeigen, das ohne die Umfahrung bis 2025 rund 25.000 Fahrzeuge pro Tag durch die Stadt fahren würden. 60 Prozent davon bleiben nun den Freistädtern mit der neuen Umfahrung erspart.

Zum einen bedeutet die Umfahrung Freistadt eine wichtige Entlastung für die Bevölkerung und gleichzeitig einen wichtigen Impuls für die regionale Wirtschaft und damit letztendlich auch für die Sicherung und Schaffung von Arbeitsplätzen. Zum anderen ist es ein Teil der S 10 und damit der höchst notwendigen zeitgemäßen Nord-Süd-Straßenverbindung zwischen dem oberösterreichischen Zentralraum und Tschechien.

Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer

Zahlen, Daten, Fakten

  • Verkehr: Bis zu 15.000 Fahrzeuge täglich
  • Länge: 5,9 km – davon “unter Tage” (Tunnel, Unterflurtrasse, Galerie): ca. 2 km
  • Brücken: 13
  • Besonderheiten: Unterflurtrasse Walchshof (800 m), Tunnel Manzenreith (763 m) und Tunnel Satzinger Siedlung (293 m) – die gesamte Strecke wurde architektonisch einheitlich gestaltet (in punkto Brücken, Lärmschutz und Tunnelportale)
  • Vorteile: Mehr Verkehrssicherheit und Komfort, zeitliche Erleichterung für Pendler sowie mehr Verkehrssicherheit durch zwei (mit einer Betonleitwand voneinander getrennten) Fahrstreifen pro Richtung und durchgehendem Pannenstreifen, dazu europaweit modernste Standards bei der Tunnelsicherheit

Mit der Verkehrsfreigabe der Umfahrung Freistadt können bis zu 60 % der 23.000 verkehrenden Fahrzeuge pro Tag aus dem Ortszentrum verlagert werden.

LH-Stv. Franz Hiesl

Straßenbaureferent LH-Stv. Franz Hiesl weiter: “Der Lkw-Transit-Anteil von rund 4.700 Fahrzeugen entfällt zur Gänze: Die deutliche Reduktion der Verkehrsbelastung bringt den Pendlern eine Zeitersparnis von bis zu 25 Minuten täglich. Zusätzlich wird die Verkehrssicherheit im Zentrum von Freistadt erheblich gesteigert und gleichzeitig die Luftschadstoffe und die Lärmbelastung deutlich reduziert. Die Umfahrung Freistadt als Teil der S 10 wird das Mühlviertel mit dem Zentralraum Linz optimal verbinden und damit die Wohlstandsachse der Zukunft für die gesamte Region. Es ist schön zu sehen, dass es bei der S 10 nun Schlag auf Schlag geht. Das sind gute Perspektiven für die staugeplagten Pendler im Mühlviertel.”

Fertigstellung S 10 im Zeitplan

Dass nicht nur die Umfahrung, sondern die gesamte S 10 absolut im Zeitplan liegen, versicherte DI Gernot Brandtner, Geschäftsführer ASFINAG Baumanagement: “In allen Baulosen bis nach Unterweitersdorf geht es Schlag auf Schlag. Ende 2015 werden wir wie versprochen die gesamte S 10 für den Verkehr freigeben.”

 

Quelle: ooevp.at

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